Binnennachfrage hilft dem B2B-Versand

Der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) und wir von der Creditreform Wirtschaftsforschung haben die Ergebnisse aus der gemeinsamen B2B-Studie-Versandhandel des Jahres 2012  vorgestellt, die ich Ihnen auch an dieser Stelle nicht vorenthalten möchte.

120 B2B-Versender haben in dieser Studie Auskunft zu ihrer aktuellen Wirtschaftslage, den Geschäftsaussichten und den Finanzierungsbedingungen erteilt. Der Interaktive Handel (also der Online- und Versandhandel) im B2B-Segment erlebte 2012 ein gutes Jahr. So bewerteten 47,5 Prozent der befragten Betriebe die Geschäftsentwicklung im Jahresverlauf mit den Noten „sehr gut“ oder „gut“. Besonders die Unternehmen mit mehr als 100 Beschäftigten bewerteten ihre Geschäftslage mit Bestnoten (2012: 53,3 Prozent). Obwohl die positiven Bewertungen gegenüber dem Vorjahr abgenommen haben, verzeichnen knapp die Hälfte aller Befragten (49,1 Prozent) eine befriedigende Geschäftsentwicklung. Weshalb von einer stabilen konjunkturellen Entwicklung der Branche auszugehen ist.

Branche schaut optimistisch in die Zukunft

Die nachlassende konjunkturelle Dynamik 2012 hat sich auch auf die Umsatzzahlen und Auftragseingänge ausgewirkt. Dennoch wurde die Umsatzentwicklung von knapp der Hälfte aller Unternehmen als positiv bewertet. Im vergangenen Jahr konnten 47,5 Prozent der befragten B2B-Versandhändler Umsatzzuwächse verzeichnen. Zwar weist der Vergleich mit 2011 einen deutlichen Rückgang bei den Unternehmen mit steigenden Umsätzen auf, doch sieht die Branche optimistisch in die Zukunft. Zwei von fünf B2B-Versendern (40,8 Prozent) erwarten ein Umsatzplus im ersten halben Jahr 2013. 2011 waren es zur gleichen Zeit 39,5 Prozent.

Auch die Zahl der Unternehmen, die im Vergleich zu 2011 vollere Auftragsbücher gemeldet haben, ist gesunken. Dennoch sind 2012 bei 39,2 Prozent der B2B-Versandhändler die Auftragseingänge gestiegen. Für 30,8 Prozent der befragten Versender hat sich die Auftragsentwicklung im Jahresvergleich nicht verändert. Hingegen stieg die Anzahl an Unternehmen, die rückläufige Auftragseingänge hinnehmen mussten (29,2 Prozent).

Ein positives Stimmungsbild zeichnet die Erwartungshaltung der Betriebe an die Auftragslage. Derzeit kalkulieren 32,5 Prozent der Versender mit Zuwächsen bei den Bestelleingängen. Ein Plus von 3,2 Prozentpunkten zum Vorjahr. Ebenso sank die Zahl derer, die einen Rückgang des Auftragsvolumens erwarten (2012: 14,2 Prozent; 2011: 14,7 Prozent).

 B2B-Versandhandel leistet Beschäftigungsbeitrag

 Gegenüber 2011 haben 37,5 Prozent der B2B-Versender ihren Personalbestand aufgestockt und 45,0 Prozent ihre Mitarbeiterzahl gehalten. Weniger als zwei von zehn Unternehmen (16,7 Prozent) mussten ihre Personaldecke straffen. Die Differenz aus Neuentstellungen und Entlassungen ist erfreulich und liegt auf einem moderaten Niveau. Damit leistet der B2B-Versandhandel einen positiven Beschäftigungsbeitrag, der auch in den kommenden Monaten anhalten wird. Eine Einschätzung die sich aus den angemeldeten Personalbedarf (19,2 Prozent) befragter Unternehmen ergibt.

Ergebnisse bestätigen Trends im B2C-Handel

Ungeachtet der Tatsache das Geschäftsklima im Verlauf des Jahres durch die konjunkturelle Entwicklung leicht eingetrübt wurde, bestätigen die Ergebnisse des Jahres 2012 im B2B-Versandhandel einmal mehr den Positivtrend des gesamten Interaktiven Handels, denn auch der B2C-Versandhandel war 2012 sehr erfolgreich und konnte sich zum Jahr 2011 erneut deutlich steigern.

„Die Zahlen aus dem Jahr 2012 belegen, dass sich trotz gesamtwirtschaftlicher Ernüchterung der Interaktive Handel sowohl im B2B- als auch im B2C-Bereich weiter positive entwickelt. Ein stabiler Trend der abermals das vertrauensvolle Verhältnis zwischen Händlern und Kunden belegt sowie die exzellente Servicequalität, hohe Beratungsintensivität und enorme Produktvielfalt der gesamten Branche unterstreicht“, so Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des bvh.

Social Media und Katalog Treiber für B2B-Versand

 Der B2B-Handel ist weiterhin von online-basierten Vertriebsinstrumenten und dem Einsatz von Katalogen geprägt. 41,2 Prozent der befragten B2B-Versender sehen gute oder sehr gute Entwicklungsperspektiven für den Katalog. Darüber hinaus ist der Anteil derer zurückgegangen, die dem Katalog als Vertriebsmedium skeptisch gegenüberstehen. Zudem stieg die Bedeutung sozialer Netzwerke für die B2B-Branche. Mittler­weile sind 72,2 Prozent der befragten Unternehmen bei Facebook vertreten. Es folgen Google+ (46,0 Prozent), Xing (34,5 Prozent), Twitter (29,9 Prozent), Wikis (20,7 Prozent), LinkedIn (17,2 Prozent) und Pinterest (5,7 Prozent).

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