Überleben in der Geldschwemme

Traditionell publiziert Creditreform zum Jahreswechsel die aktuellen Insolvenzzahlen. Gute Nachrichten vermögen wir nun schon im vierten Jahr in Folge zu bringen: Die Unternehmensinsolvenzen sind rückläufig und damit auf dem niedrigsten Niveau seit mehr als zehn Jahren. Der Grund scheint offensichtlich in der guten Konjunktur  zu liegen. Auch wenn das vergangene Jahr noch mit flauen Zahlen zum BIP begann, so hat sich die Lage im weiteren Verlauf doch ständig verbessert. Deutschland verzeichnet ein Wachstum, das sich 2014 noch verstärken soll. Dabei besteht ein starker Zusammenhang von Arbeitsmarkt und Insolvenzlage. Weniger Arbeitslose gehen einher mit einer geringen „Arbeitslosigkeit“ von Unternehmen durch die Insolvenz.

Hinzu kommen die Neuerungen, die das Insolvenzrecht bietet. Firmen haben komfortablere Möglichkeiten, sich unter den Fittichen des Rechts zu sanieren. Ein Schutzschirm öffnet die  Option, mit einem ausgefeilten Insolvenzplan Gericht und Gläubiger zu überzeugen.

Ein weiterer Grund für die wachsende Stabilität liegt in den guten Finanzierungsmöglichkeiten. Von einer Kreditklemme kann nicht die Rede sein, und das niedrige Zinsniveau hält die Kosten für den Kredit gering. Genau an diesem Punkt ist aber auch schon zu fürchten, dass die nächste Insolvenzwelle angelegt ist. Was passiert, wenn die EZB die Zügel anzieht und die Zinsen steigen? Nicht nur die Krisenländer halten sich mit billigem Geld über Wasser, auch manches Krisenunternehmen in Deutschland (über-) lebt nur so.

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