Das Handwerk ist wieder da

“Handwerk hat goldenen Boden” hieß es früher einmal. Aber dann kamen schwierige Zeiten: Globalisierung, digitale Wirtschaft und Deregulierung lauten nur einige Stichworte für eine neue Situation, die dem traditionsreichen Wirtschaftszweig zu schaffen machte. Die Folge waren Personalabbau und Umsatzrückgänge. Immer mehr Betriebe gaben auf. Mancher sah das Handwerk insgesamt da, wo altes Gewerk wie Schuhmacher oder Drechsler schon war: bestenfalls in einer Nische. Lesen Sie hierzu meinen “Standpunkt” aus der April-Ausgabe von “Creditreform”, die in Kürze erscheint…
Denn das Handwerk hat den Turnaround geschafft. Die Elektronik hielt Einzug und nicht nur die Produkte der Branche, sondern auch das Ausbildungsmodell wurde exportreif. Wie ist das gelungen? Geholfen hat zum einen, dass es sich in vielen Fällen um Familienbetriebe handelt. Damit ist eine besondere Verantwortung gegeben, die Motivation schafft, den festen Willen, auch Durststrecken durchzustehen.

Zum anderen spielt die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit kleiner Betriebe eine Rolle. Sie erkennen die Zeichen der Zeit, sehen, dass die neuen Anforderungen auch neue Chancen bieten und stellen sich um. Der vom Handwerk geprägte Mittelstand kann das Steuer sehr viel schneller herumwerfen als große „Industrie-Tanker“, die in der Krise schnell manövrierunfähig werden.

Die Creditreform Wirtschaftsforschung untersucht seit mehr als drei Jahrzehnten zum Ausgang des Winters die aktuelle Lage und die Perspektiven der Handwerksbetriebe. Das Handwerk steht heute wirtschaftlich so gut da wie lange nicht mehr und die Ausblicke sind von Optimismus geprägt.

Die neuesten Zahlen stellen wir Ihnen im April-Heft des Unternehmermagazins “Creditreform” vor. Sie zeigen, dass der Boden des Handwerks vielleicht kein goldener mehr ist. Er ist aber wieder solide und sicher geworden.

Ein Gedanke zu „Das Handwerk ist wieder da

  1. Uwe Ruppert

    Der Kommentar gibt die Realität von max. 40% des Bau nahen Handwerks wieder. 60℅ haben massive Probleme ist meine Erfahrung.
    Qualifizierte Mitarbeiter, Führungs fähige Chefs, ausreichende Erträge
    Alleinstellungsmerkmale, Marketing Kenntnisse und Zielgruppenfocusierung.
    Zu viele machen alles – nur billiger

    MFG
    Uwe Ruppert

    Antworten

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