Europa der Insolvenzen

Die aktuelle Diskussion zur europäischen Lage nach den Wahlen lässt sich auf zwei grundlegende Positionen reduzieren: Mehr Europa oder weniger Europa? Wollen wir eine stärkere Zentralisierung, endlich die europäische Bundesrepublik, oder mehr Dezentralität, ein Europa der Regionen? Lesen Sie hierzu meinen “Standpunkt” aus der August-Ausgabe des Creditreform-Magazins, die in wenigen Wochen erscheint …

Doch im August-Heft geht es nicht darum, Stellung zu beziehen für das eine oder andere Lager und auch nicht um die schwierige Aufgabe, eine Synthese – keinen Kompromiss – zu finden.

Vielmehr stellen wir Ihnen im “informiert”-Teil der Zeitschrift die Entwicklung der Unternehmensinsolvenzen in Europa vor. Nicht nur in den Staaten der Währungsunion, sondern geografisch verstanden im Sinne des Kontinents. Nur diese Zahlen zu erheben, zeigt uns schon, wie weit wir noch von einem gemeinsamen Europa entfernt sind.

Eurostat, das zentrale statistische Amt, hält keine Angaben bereit. Aber auch der Weg über die statistischen Landesämter ist beschwerlich – zu unterschiedlich sind Sprachen und Strukturen in den Bürokratien der Länder. Diese Probleme lassen sich lösen.

Aber selbst, wenn die einzelnen Zahlen vorliegen, bestehen immer noch mehr Fragen als Antworten. Es gibt kein europäisches Insolvenzrecht und so bleibt manches unklar:

  • Wie werden Privat- und Unternehmensinsolvenzen unterschieden?
  • Welche Rolle spielen Sanierungsmöglichkeiten im Zuge des Verfahrens und
  • Wie sind sie im Einzelnen ausgestaltet?
  • Hat das Insolvenzrecht überhaupt einen Stellenwert oder wird nur gelöscht?

Wohlgemerkt: Alles das lässt sich, sehr mühsam, für jedes einzelne Land recherchieren. Aber sind die Werte mit dem Blick auf ein Europa vergleichbar? 

Trotz aller Fragen – oder gerade darum – glauben wir, mit unserer Untersuchung eine wichtige Orientierung zu geben. Ich wünsche Ihnen eine nutzwertige Lektüre. Im August-Heft.

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