Mehr Spaß beim Export

Der Außenhandel boomt. Nach Schätzungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln  werden die Exporte in Deutschland 2015 preisbereinigt um mehr als fünf Prozent wachsen. Das ist deutlich mehr als der Zuwachs beim privaten Konsum und festigt unseren Ruf als Exportnation.

Im Zusammenhang mit den guten Zahlen, welche die Konjunktur hierzulande aufweist, ist allerdings auch von Sondereffekten die Rede. Und solcheSondereffekte kommen auch den Ausfuhren zugute: Da sind die niedrigen Zinsen, die nicht nur die Finanzierung erleichtern, sondern auch für eine Schwächung des Euro sorgen und die Waren im außereuropäischen Ausland verbilligen. Und bisher haben auch die ganz unterschiedlichen Krisen in der Ukraine und in Griechenland keine tiefgreifenden Folgen gebracht. Weder das Russland-Embargo noch der drohende ägäische Staatsbankrott konnten der robusten Wirtschaft (bisher) etwas anhaben.

Unternehmensinsolvenzen sind in Westeuropa rückläufig

(c) Creditreform-Magazin 6/2015

(c) Creditreform-Magazin 6/2015

Hinzu kommen noch gute Nachrichten von der Stabilität der Unternehmen in Europa und in den USA. Die Unternehmensinsolvenzen sind in Westeuropa rückläufig – nur Norwegen und Italien können dieser Entwicklung nicht folgen. Selbst die Krisenländer Griechenland, Spanien,Irland und Portugal haben den Weg, der gesäumt war von einer Vielzahl von zusammengebrochenen Unternehmen, hoffentlich verlassen. Allerdings ist das Vorkrisenniveau auch bei den Insolvenzen in Europa noch nicht erreicht. Die USA haben es bei der Festigung der Unternehmenslandschaft besser: vom Höchststand im Zeichen der Finanzkrise mit 61.000 Pleiteunternehmen auf fast die Hälfte der Fälle 2014 mit 34.500 Betroffenen. Insolvenzen stellen mehr dar als eine volkswirtschaftliche Rechengröße.Außenhandel, das bedeutet konkret eine Lieferbeziehung von Unternehmen A zu Unternehmen B. Wenn B sich stabilisiert, sinken die Risiken — und die Exporte werden attraktiver.

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