Handwerk: In die gute Konjunktur investieren!

Eine kräftige Binnennachfrage und positive Konjunkturimpulse, insbesondere die anhaltenden Niedrigzinsen, der Ölpreisrutsch und die Konsumfreude der Verbraucher, haben im vergangenen Jahr zu einem überdurchschnittlichen Wirtschaftswachstum in Deutschland geführt (BIP: plus 1,7 Prozent).

Das stabile deutsche Konjunkturhoch mag durch Sondereffekte zusätzlich befeuert worden sein – zu großen Teilen dürfte die Wirtschaftsdynamik hierzulande allerdings auch von den großen Unsicherheiten in der Bevölkerung und den weiterhin krisenhaften Szenarien in vielen Volkswirtschaften leben. Bemerkbar macht sich dies in der Flucht vieler Deutscher in Sachwerte wie Immobilien und andere hochwertige Anschaffungen. Hiervon profitiert auch das deutsche Handwerk – und das bereits seit einigen Jahren.

Investitionsbereitschaft im Handwerk steigt

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(c) Creditreform-Magazin 4/16

Diese Erfolgsgeschichte setzt sich zu Beginn des Jahres 2016 nun weiter fort. Fortgesetzt hat sich auch das Bemühen des Handwerks um finanzielle Solidität und Stabilität. Man achtet auf die Außenstände, auf die Sicherung der Liquidität und auf eine kräftige Eigenkapitalausstattung. Das sorgt nicht nur für historisch niedrige Insolvenzzahlen im Handwerk, sondern treibt auch die Konjunktur weiter an.

Unsere aktuelle Befragung zeigt, dass kapitalschwache Betriebe weit weniger investitionsfreudig sind als eigenkapitalstarke Unternehmen – insbesondere wenn es um Erweiterungsinvestitionen geht. Liegt nämlich die Eigenkapitalquote unterhalb der Marke von zehn Prozent, so wollen nur 54,9 Prozent der Befragten investieren. Liegt die Eigenkapitalquote dagegen über 30 Prozent, erhöht sich die Investitionsbereitschaft deutlich. In diesem Bereich haben 68,4 Prozent der Betriebe ein Investitionsvorhaben in Aussicht gestellt.

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