Auf die Kleinen kommt es an

Seit über drei Jahrzehnten untersucht die Credireform Wirtschaftsforschung die konjunkturelle Lage und die Finanzierungssituation des unternehmerischen Mittelstands in Deutschland (und übrigens auch in Österreich). Die aktuelle Darstellung zeigt, dass kleine und mittlere Betriebe keinen Grund zur Klage haben.

Sie sind Teil, ja Treiber der guten Nachrichten, die wir aus der Wirtschaft hören: steigende Umsätze und Aufträge, mehr Arbeitsplätze und mehr Investitionen. Und unsere jetzt veröffentlichten Zahlen zeigen, was auch die Bundesbank und Forschungsinstitute publizieren: Das Eigenkapital nimmt zu, Liquidität und Erträge haben sich verbessert. Nicht zuletzt beweisen die sinkenden Insolvenzzahlen, dass Stabilität und Bonität zugelegt haben.

Dabei sei beim Thema Mittelstand noch einmal auf die Struktur, die Größenklassen der Betriebe, hingewiesen. Zum Mittelstand gehören 99,3 Prozent der Unternehmen in Deutschland – sie haben jeweils weniger als 250 Mitarbeiter. Noch aufschlussreicher aber ist die Zahl der Kleinstunternehmen: Laut Statistischem Bundesamt haben mehr als 80 Prozent weniger als zehn Beschäftigte. Mittelstand – das ist eher der Gemüsehändler an der Ecke, der kleine Malerbetrieb oder der Zahnarzt als der Maschinenbauer oder die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

Auf diese „Small Enterprises“ achten wir bei unseren Mittelstands-Analysen ganz besonders. Aktuell sind immerhin mehr als ein Drittel der Befragten Kleinstbetriebe. In der Empirie anderer Institute spielen sie hingegen oft nur eine vernachlässigte Rolle, weil sie für Auskünfte schwer zu erreichen sind. Umso fundierter und gültiger sind unsere Aussagen. Aber vor allem: Umso erfreulicher ist es, wenn wir aktuell feststellen können, dass es dem Mittelstand gutgeht.

Michael Bretz

(c) Creditreform-Magazin

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