Der Gesetzgeber hat reagiert

Die Erfolgsmeldungen aus der deutschen Wirtschaft reißen nicht ab. Wir hören nur Gutes vom privaten Konsum und mittlerweile auch von den Investitionen, vom Arbeitsmarkt und vom Außenhandel. Hinzu kommen die Meldungen von den Finanzmärkten: Der Dax bleibt auf Rekordkurs, der Kreditmarktausblick fällt glänzend aus und die Bilanzzahlen zeigen, dass die Unternehmen bei den Erträgen und der Stabilität zulegen.


Stabilität, die sich nicht nur an Kennziffern zur Rechnungslegung ablesen lässt, sondern auch an den Insolvenzzahlen. Seit Jahren sinken die Zahlen der Betriebe und der Verbraucher, die den Weg zum Insolvenzgericht antreten müssen. Im ersten Halbjahr 2017 sind es noch gut 10.000 betroffene Betriebe und 36.000 Privatpersonen. Vor nicht einmal zehn Jahren war es ein Drittel mehr. Aber die wirklich guten News kommen vom Gesetzgeber. Das schädliche Anfechtungsrecht, das es dem Insolvenzverwalter noch nach zehn Jahren erlaubte, erfolgte Zahlungen zur Masse zurückzuholen, ist endlich reformiert. Professor Heribert Hirte, der sich als Bundestagsabgeordneter wie als Wissenschaftler für die Reform einsetzte, ist wie kein Zweiter berufen, vom schweren Ringen bei der Gesetzgebung zu berichten. Und mittlerweile gibt es noch eine weitere positive Neuerung bei der Regelung der Insolvenz. Diesmal ist die EU auf den Plan getreten und will mit neuen Sanierungsmöglichkeiten den Weg zur Vermeidung von Zahlungsausfällen und dem Verlust von Arbeitsplätzen durch die Pleite ebnen. Wir haben in Deutschland – wie andere europäische Länder auch – schon einiges getan, um die Sanierung zu erleichtern. Aber durch die internationale Verflechtung der Unternehmen bieten die neuen Tools bessere Möglichkeiten, einen völligen Ausfall zu verhindern.

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